
Auf den ersten Blick scheint ein Tattoo nur eine visuelle Kunstform zu sein. Bei genauerem Hinsehen wird jedoch klar, dass die feinen Nadeln und speziellen Farben direkten Kontakt mit Blut und Hautgewebe haben. Jede Nachlässigkeit kann ernsthafte Probleme verursachen. Deshalb spielt Tattoo Studio Hygiene eine entscheidende Rolle, um Sicherheit und Gesundheit beim Tätowieren zu gewährleisten.
In Österreich sind die Hygienestandards für Tattoo-Studios strenger als in vielen anderen europäischen Ländern. Dies liegt sowohl am präzisen Gesundheitssystem des Landes als auch an der professionellen Einstellung von Tätowierern Innsbruck, die großen Wert auf Sicherheit, Sauberkeit und höchste Qualität legen.
In diesem Artikel werfen wir zunächst einen Blick auf die allgemeinen Grundsätze und gesetzlichen Anforderungen. Anschließend erklären wir, woran man ein sicheres Studio erkennt.
Warum Hygiene beim Tätowieren so wichtig ist
Beim Tätowieren sticht die Nadel wiederholt in die Haut, um die Farbe in die Dermis einzubringen. Dieser scheinbar kleine Eingriff öffnet Mikroorganismen den Weg in den Körper.
Verunreinigte Werkzeuge oder Oberflächen können Krankheiten wie Hepatitis B, Hepatitis C, HIV und bakterielle Infektionen übertragen.
Deshalb schreibt das österreichische Gesetz die Desinfektion, Sterilisation und Einhaltung der Hygiene in allen Arbeitsschritten vor.
Hygieneregeln und gesetzliche Rahmenbedingungen in Österreich
Tattoo-Studios unterliegen in Österreich der Aufsicht durch die örtlichen Gesundheitsbehörden. Für eine Betriebsgenehmigung müssen Studios folgende Anforderungen erfüllen:
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Getrennter Arbeitsbereich: Der Bereich, in dem tätowiert wird, muss von anderen Studio-Bereichen getrennt sein. Alle Oberflächen müssen leicht desinfizierbar sein.
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Schriftliches Hygienekonzept: Dieses beinhaltet Desinfektion von Oberflächen, Arbeitsmaterialien, Haut der Kunden und Händen der Tätowierer vor und nach jedem Tattoo.
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Verwendung von Einweg- oder sterilen Materialien: Alle Materialien, die mit der Haut in Kontakt kommen, dürfen nicht mehrfach ohne Sterilisation verwendet werden.
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Jährliche Kontrolle: Studios müssen jährlich auf Sauberkeit, Desinfektion und Dokumentation durch die Gesundheitsbehörden geprüft werden.
Spezielle Maßnahmen im Tattoo-Studio
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Handdesinfektion für Kunden: Am Eingang stehen Desinfektionsmittel bereit.
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Getrennte Kunden-Toiletten: Tägliche Reinigung mehrmals am Tag.
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Sichere Entsorgung biologischer Abfälle: Verwendung von Zytotoxischen Abfallbehältern.
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Sterile Lagerung der Werkzeuge: Alle Geräte werden in einem separaten Raum steril aufbewahrt und erst bei Arbeitsbeginn geöffnet.
Der Tattoo-Bereich
Der Tattoo-Bereich ist das Herzstück des Studios. Hygiene hier ist entscheidend:
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Alle Oberflächen sind leicht abwaschbar. Tisch, Armlehnen und Lampen bestehen aus glatten, porenfreien Materialien.
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Vor jedem Kunden und nach jeder Sitzung werden alle Oberflächen desinfiziert.
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Auf dem Arbeitstisch liegt eine sterile Unterlage, auf der nur sterile Arbeitsmaterialien platziert werden.
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Tattoo-Farben dürfen nicht direkt am Tisch stehen. Sie werden in kleinen Einwegbehältern abgefüllt und abseits gelagert.
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Tattoo-Cartridges kommen steril verpackt vom Hersteller. Die Außenhülle wird vor Gebrauch nicht direkt auf den Tisch gelegt. Der Tätowierer öffnet sie mit sauberen Handschuhen und legt sie auf die sterile Unterlage.
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Vier verschiedene Desinfektionsmittel stehen bereit: für Oberflächen, Werkzeuge, Haut und Hände.
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Die Einwirkzeit der Desinfektionsmittel wird genau eingehalten.
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Kabel, Geräte und Sprühflaschen haben Einwegschutz.
In den Workshops von Flight of Ink betonen wir, dass Hygiene nicht nur eine gesetzliche Pflicht, sondern ein Zeichen der Professionalität ist.
Einwegmaterialien und Sterilisation
In Österreich sind Einwegmaterialien in der Tattoo-Branche weitgehend Standard. Im Studio Flight of Ink Innsbruck verwendet jeder Tätowierer ausschließlich Einwegmaterialien, sofern sie nicht im Autoklav sterilisiert werden.
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Jede Nadel und Cartridge hat ein Ablaufdatum und liegt steril verpackt bereit.
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Werkzeuge wie Klammern oder Halterungen werden täglich im Autoklav sterilisiert und mit Datumsaufkleber wiederverwendet.
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Farben werden in kleinen Einwegbehältern abgefüllt, um eine Kontamination zu vermeiden.
Hygienestandards für Tätowierer
Tätowierer tragen eine zentrale Verantwortung für die Sicherheit:
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Hände vor dem Handschuhtragen gründlich waschen und bis zum Ellbogen desinfizieren.
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Während der Arbeit stets Einweghandschuhe tragen. Bei Kontakt mit nicht-sterilen Oberflächen sofort wechseln.
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Nach der Arbeit Handschuhe entfernen und erneut desinfizieren.
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Nur sterile Hautbereiche und den Arbeitstisch berühren. Keine Handys oder persönliche Gegenstände.
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Arbeitskleidung muss wasserabweisend und leicht waschbar sein. Masken und Schutzschilde sind üblich.
Wie erkennt man ein sicheres Tattoo-Studio?
Ob in Innsbruck oder anderswo in Österreich: An diesen Merkmalen erkennt man ein sicheres Studio:
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Sauberer und steriler Arbeitstisch: Unterlage steril, nur sterile Einwegmaterialien bereit.
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Keine offenen Farben oder nicht abgedeckten Werkzeuge.
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Offizielle Genehmigungen sichtbar ausgehängt.
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Getrennte, saubere Kabinen für Kunden.
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Desinfektion der Oberflächen vor Kundenkontakt.
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Sterile Nadeln und Einwegmaterialien werden vor Kunden geöffnet.
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Ständige Präsenz von Desinfektionsmitteln und frischer Alkoholgeruch.
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Sorgfältige Einhaltung der Desinfektionsprozeduren durch den Tätowierer.
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Keine Mehrfachnutzung von Sprühflaschen oder Tüchern.
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Schutz für Kabel und Geräte.
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Desinfektion von Tisch und Armlehnen zwischen den Kunden.
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Keine Handynutzung während der Arbeit.
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Beachtung der Haltbarkeitsdaten von Desinfektionsmitteln.

